Operative Stiftungsarbeit – Was ist das? Wir berichten am Beispiel der Sparkassenstiftung Korschenbroich.

15. 07. 2021
15 Juli 2021, Kommentare: 0

Operative Stiftungsarbeit – Was ist das? Wir berichten am Beispiel der Sparkassenstiftung Korschenbroich.

Hand aufs Herz, nach den allgemeinen Vorstellungen beschränkt sich Stiftungsarbeit oft darauf, Anträge entgegenzunehmen und dann gleichsam automatisch finanzielle Mittel zuzuteilen. Sofern diese dem Stiftungszweck genügen. Natürlich! Denn das Ganze muss auch geprüft werden.

Die Stiftungen der Sparkasse Neuss fördern jedoch nicht nur die Projekte anderer, sie initiieren auch eigene Projekte. Das nennt man operative Stiftungsarbeit.

„Gardening4ju“ ist das aktuellste Beispiel operativer Tätigkeit der Sparkassenstiftungen, und zwar der Sparkassenstiftung Korschenbroich. Sie ist mit 4 Mio. Euro Stiftungskapital ausgestattet, aus dem pro Jahr 90.000 bis 100.000 Euro zur Förderung von Kunst und Kultur, der Heimatpflege, des Sports und soziale Zwecke vergeben werden.

Ein Jugendprojekt sollte es sein, handwerklich und naturnah. 5.000 Euro stellt die Stiftung dafür bereit – so der Beschluss des Kuratoriums. Von da an lief es dann genau anders herum ab als bei einer rein finanziellen Zuwendung fördernder Stiftungsarbeit. Denn damit ein Projekt ans Laufen kommt, braucht es viel Initiative.

Das Naturprojekt „Gardening4ju“ entsteht auf einem Grundstück am Neusser Weg in Pesch.

Das Kreis-Jugendamt brachte die Initiative der Stiftung im November letzten Jahres in die Jugendkonferenz. Ihre Mitglieder entschieden sich für das Gartenprojekt.

Einst wilde Wiese, soll hier ein idyllischer Nutzgarten entstehen. Dabei geht es den jungen Leuten vor allem darum, einen Zugang zur Natur und zur Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln zu erhalten.

Die Vorarbeiten werden von der Stiftung geleistet. Kooperationspartner aus Stadt und Verwaltung wurden gesucht. Man musste an die Jugendlichen vor Ort rankommen und diese begeistern. Dann mussten Handwerksbetriebe organisiert, Anwohner eingebunden, Geräte, Materialien beschafft werden. Am Ende wirken viele an dem Projekt mit.

Und natürlich liegt der Sparkasse Neuss sehr daran, das Engagement ihrer Stiftungen auch sichtbar zu machen. Da gibt es offizielle Eröffnungen mit den Honoratioren und allen Beteiligten, Reden, Zwischenberichte, Abschlussveranstaltungen, Berichte in den lokalen Zeitungen und auch in den Sozialen Medien.

„Gardening4ju“ ist nur ein Beispiel für Projekte, die die Stiftungen der Sparkasse Neuss selbst ins Leben rufen. Auch die Kinderbuchreihe, in der Mia und Ben mit der Zeitreisemaschine unterwegs sind, gehört dazu.

Nach Kaarst, Neuss, Grevenbroich und Dormagen wird das fünfte Buch, diesmal über Rommerskirchen, in Kürze erscheinen. 2.000 Exemplare gehen dann an die ortsansässigen Kindertagesstätten und Grundschulen. Korschenbroich könnte das nächste sein.

Der Aufwand rechtfertigt den Nutzen operativer Stiftungsarbeit. Die Stiftung agiert initiativ, setzt eigene Akzente im Rahmen des Stiftungszwecks. Sie kann ihre Arbeit unter ein Motto stellen oder Themenschwerpunkte für ein Jahr ausrufen.

Operative Stiftungsarbeit wirkt stark vernetzend. Allen Beteiligten wird die Möglichkeit geboten, im Rahmen eines abgesteckten Projekts neue Erfahrungen zu sammeln, Teamgeist und ehrenamtliches Engagement auszuprobieren. Gerade junge Leute können sehr davon profitieren. Und wenn dabei noch rüberkommt, was Sparkassenstiftungen leisten, hat sich der Einsatz allemal gelohnt.

Mehr zu der Arbeit der Sparkassenstiftungen finden Sie in weiteren Beiträgen dieser Seite.